Montag, 8. Januar 2018

Albanien Reise 2016 - 12. Reisetag

Heike
12. Tag – kurvenreich Richtung Koman-Fähre

„Wir hätten schlimmer stehen können“, ruft Frank zu mir hoch, während ich noch warm eingekuschelt im Schlafsack liege. Kurze Zeit später mache auch ich eine Ortsaufnahme: Hinter uns der Friedhof, links von uns eine Müllhalde, rechts von uns eine Wiese mit weißen Champignons und dicken braunen Kuhfladen, vor uns öffnet sich ein Tal, über dem vereinzelte dunkle Regenwolken stehen. Ohne Frühstück fahren wir weiter, das werden wir nachholen, wenn sich die Sonne durch die Wolken gekämpft hat. 

In einem Dorf entschließen wir uns in einem Cafe` Kaffee und Tee zu trinken. Die Männer die hier schon am Vormittag Bier trinken mustern uns. Beim hinaus gehen fällt unser Blick auf die hintere Terrasse. Der komplette Fußboden ist mit leeren Dosen gefüllt. Traurig, die Bierdosen mit denen Geld zu verdienen ist werden angeliefert, für den Rücktransport des Leergutes scheint nicht gesorgt. Eine Stunde und etliche Serpentinen später gewinnt die Sonne den Kampf gegen die Wolken. Wir frühstücken und essen Mittag in einem, während wir auf hohe, karge Berge schauen und auf Wiesen die am Fuße der Giganten winzig wirken.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Albanien Reise 2016 - 12. Reisetag - Übersicht und Bilder

Frank
© OpenStreetMap-Mitwirkende
Start: Drin-Stausee bei Kukes
Ziel: Fährhafen bei Fierze

Distanz: 122 km - Zeit: 4 Std.  

Charakter/Info: Die Straße Richtung Fierze ist in einem guten Zustand und wenig befahren. Wir passieren immer wieder kleine verfallen wirkende Dörfer, in denen wir gelegentlich ein Cafe entdecken. An einem stoppen wir und frühstücken. Das Lokal ist nicht sehr einladend aber der Tee/Espresso schmeckt. Wieder auf der Straße überrascht uns der gute Straßenbelag. Wir fahren an Berghängen entlang, fasziniert von den herrlichen Aussichten. Unser Durchschnittstempo beträgt wegen der vielen Kurven nicht mehr als 30 km/h. Nach ca. 60 km legen wir eine Pause ein und ich kann mit dem Fernglas die Straßenbrücke über den Stausee sehen, an dem wir letzte Nacht geschlafen haben. 

Wiese am Stausee bei Kukes

Samstag, 16. Dezember 2017

Albanien Reise 2016 - 11. Reisetag

Heike
Vom Thermalbad zum Stausee
 
Wir werden noch vor dem Morgengrauen wach. Warum sind die Gewitter hier nur so laut? Hallen sie von den Bergen zurück? 

Gegen acht Uhr fahren wir mit dem Toyota im strömenden Regen die wenigen Meter bis zum Haus, fragen unsere Wirtin, ob sie uns ein Frühstück zubereitet. Eine Stunde später und mit vollem Bauch klappt Frank das Dachzelt ein, während die Wirtin, ihre Schwiegertochter und ich eine weitere Tasse Kaffee trinken.  

Montag, 28. August 2017

Albanien Reise 2016 - 10. Reisetag


Heike
Rüttelpiste ohne Ende

Es ist halb sieben, als Frank und ich zugleich erwachen. Der Blick aus unseren Gagenfenstern zeigt uns Berge, die in nebliges Licht gehüllt sind. Obwohl ich sonst so gern aus dem Bett in den neuen Tag hinein springe, ist es heute ausschließlich Verantwortungsbewusstsein für Freddy, die mich mit ihm zu einem Frühmorgenspaziergang aufbrechen lässt. Derweil Frank noch ein wenig vor sich hin döst.

Dienstag, 8. August 2017

Albanien Reise 2016 - 11. Reisetag - Übersicht und Bilder

Frank
© OpenStreetMap-Mitwirkende
Start: Campingplatz Peshkopi
Ziel: Drin-Stausee bei Kukes
Distanz: 99 km - Zeit: 7 Std.
 

Charakter/Info: Der Tag startet mit einem Ausflug zum nahegelegenen Thermalbecken, welches ca. 1 km vom CP entfernt ist und gegen Rheuma und Gelenkschmerzen helfen soll. Das kleine Becken, eher ein Naturpool von 5 x 2 m, ist von der Straße kaum zu erkennen, es wird von der einheimischen Bevölkerung genutzt. Für eine "Ganzkörperanwendung" ist die Quelle eher ungeeignet, sie reicht nur für die Anwendung bis zum Knie. Hier findet eine der wenigen Begegnungen mit den Albanern statt, in denen Männer und Frauen gemeinsam, in einer entspannten Atmosphäre Freude am Leben zeigen. 

Piste oberhalb des schwarzen Drins

Samstag, 15. April 2017

Albanien Reise 2016 - 10. Reisetag - Übersicht und Bilder

Frank
© OpenStreetMap-Mitwirkende
Start: Weide nordöstlich von Elbasan
Ziel: Campingplatz Peshkopi
Distanz: 163 km - Zeit: 9,5 Std.
 

Charakter/Info: Der Tag startet mit einem Panoramafrühstück. Die ersten 15 Kilometer geht es auf mehr oder weniger vorhandenen Asphalt gut voran, bis dieser abrupt aufhört. Von nun an Piste der übelsten Art. Grobes Kopfsteinpflaster gepaart mit tiefen Pfützen (welche manchmal einen Teich-Charakter haben). Unser Toyota fährt im ersten und zweiten Gang, was bedeutet, dass die Durchschnittsgeschwindigkeit bei 10 - 20 km/h liegt und das km-Fressen recht zäh ist. Zwischendurch kommen auch Abschnitte die etwas besser zu befahren sind aber schnell sind wir wieder im Kriechgang unterwegs. Etwa in der Mitte dieses Abschnittes finden wir ein kleines Pistencafe. Außer Espresso, Wasser und ein paar Chips gibt es allerdings nichts weiteres zu essen oder zu trinken.  Es tut jedoch gut wenigstens für eine kurze Zeit ruhigen Boden unter sich zu haben. 

Esskastanienwald

Montag, 10. April 2017

Albanien Reise 2016 - 9. Reisetag


Heike
Albanischen Stränden & über eine Kamikaze Brücke

Irgendwann bin ich wohl doch eingeschlafen.
Ach, wie schön ist es so nah am Meer zu erwachen, zu wissen, wir haben die Nacht (ohne abgeführt zu werden) überstanden und der Tag beginnt mit herrlichstem Sonnenschein.
Wir springen nach draußen und von dort in die kühlen Fluten. Frank hält es nur wenige Minuten darin. Ich schwimme bis in die Nachbarbucht hinein, die nur die Hälfte „unserer“ Bucht misst, vom Land weder einsehbar noch begehbar ist und über eine Höhle an Land und im Wasser verfügt. Die Fragen bleiben offen: Was haben gestern die sechs jungen Männer im Schlauchboot hier getan? Warum kam die Polizei?

Donnerstag, 6. April 2017

Albanien Reise 2016 - 9. Reisetag - Übersicht und Bilder

Frankk
© OpenStreetMap-Mitwirkende
Start: Bucht nördlich von Himare
Ziel: Weide nordöstlich von Elbasan
Distanz: 213 km - Zeit: 7 Std.
 

Charakter/Info: Nach einem Frühstück in der Sonne fahren wir gegen 11.00 Uhr weiter in Richtung Elbansan. Die Straße schlängelt sich zunächst noch an der Küste entlang. Wir beobachten die Strände von der Straße aus, sie scheinen besser und gepflegter als die im Süden zu sein. Danach geht es in vielen Serpentinen bis auf 1000 m Höhe hinauf. Kurz vor der Passhöhe gibt es einen Parkplatz mit grandioser Aussicht auf die Küste. Wir treffen hier andere Deutsche, die berichten, der Strand unterhalb des Passes sei richtig "geil". Weiter führt uns die Sraße nach Vlora.

Mittwoch, 5. April 2017

Albanien Reise 2016 - 8. Reisetag


Heike
Liebeskummer und Suchscheinwerfer

Es ist kurz nach sieben Uhr und die Sonne scheint. Da fällt es mir  leicht, aufzustehen und mit Freddy und der Hündin (sie hat die ganze Nacht unterm Toyota geschlafen und jeden, ob Hund, Katze oder Maus verbellt, was möglicherweise zu unserem Schutz beitrug, doch ganz bestimmt zu einer unruhigen Nacht) ans Meer zu gehen.
Wieder tragen wir nicht nur auf unserem Frühstückstisch reichlich auf sondern auch in die Näpfe der zwei Hunde. Und wieder lässt Freddy in seinem Napf die Hälfte übrig. Spürt er, dass die Hündin Hunger kennt? Ist ein Hund möglicherweise viel emotionaler und emphatischer, als es uns „Hundekenner“ glaubend machen wollen? Und ab wann darf man sich Hundekenner nennen? 

Dienstag, 4. April 2017

Albanien Resie 2016 - 8. Reisetag - Übersicht und Bilder

Frank
© OpenStreetMap-Mitwirkende
Start: Camping Nashos
Ziel: Bucht nördlich von Himare
Distanz: 15 km - Zeit: 30 min.

Charakter/Info: Wir fahren eine kleine Runde im Innland und sind keine 3 km Luftlinie nördlich von Strand Livadi an einer einsamen und sauberen Bucht angekommen (auf der Fahrt dahin, das gewohnte Bild: verlassene Verkaufsstände und Bars an den Stränden, immer wieder Bauruinen). Die Bucht haben wir für uns alleine. Bei Sonnenschein, Kiesstrand und klarem Wasser genießen wir den Tag, gehen Schnorcheln und suchen Feuerholz für den Abend. Am südl. Ende der Bucht sind Bauarbeiten in Form von Errichtung eine Zaunes im Gange. Bleibt zu hoffen, dass dieser Platz so erhalten bleibt, wie er jetzt ist. Zu erreichen ist die Bucht nur mit Allrad und genügend Bodenfreiheit (tiefe Auswaschungen). SUV werden ihre Schwierigkeiten haben und viel Bodenkontakt abbekommen.